Auswahl der Pflasterung Wendeschleife: Der Beirat Osterholz muss in seiner Beiratssitzung am 15.01.2013 einen Beschluss pro Betonpflaster fassen!

Wie steht es um die Pflasterfrage der ehemaligen Wendeschleife? Wir haben mit Blick auf die Beiratssitzung am 15.01.2013 in der Aula der Ganztagsschule Düsseldorfer Straße 2 a ab 19:00 Uhr, recherchiert Hier unsere Zusammenfassung:

Dem Büro Henke und Blatt, gemeinsam mit dem Team Schröder-Architekten Sieger im Architekturwettbewerb,  liegt bereits ein durch ctb erteilter Auftrag für eine Ausführungsplanung vor. Die Vorgaben sind eng gefasst: Europaweite Ausschreibung bis Ende Januar / Februar 2013, März 2013 Herausgabe und Ergebnisse ab spätem Frühjahr abwarten. Die Bau-Vergabe erfolgt voraussichtlich im Sommer 2013 und vermutlich wird noch in diesem Jahr die Abrechnung erfolgen. Insofern wird die Wahl der drei verschiedenen Betonstein-Variationen neben dem BSAG-Container, deren Unterschiede am 20.12.2012 vor Ort besprochen wurden, verständlich.

Nun wurde im Weser Report am 19.12.2012 von der Erklärung des Staatsrates Wolfgang Golasowsky berichtet, der die Bevölkerung aufforderte, das Umfeld mitzugestalten. Vertreter der SPD, der Nachbarschaft Bultenweg, der Siedlergemeinschaft Kuhkamp sowie der Interessengemeinschaft Schweizer Viertel haben sich ins Zeug gelegt, um diesem Aufruf zu folgen. Ein Alternativkonzept mit Gestaltung und Granitpflasterverlegung liegt inzwischen vor, Annette Kemp vom Weser Report berichtete darüber am 13.01.2013. Die Frage ist nun, was passiert, wenn sich der Beirat Osterholz in seiner Sitzung am 15.01.2013 gegen die drei Musterflächen und für eine alternative Granit-Variante entscheiden würde?

Dann wäre das Projekt Marktplatz Osterholz auf der Wendeschleife ernsthaft in Gefahr. Neben der zu erwartenden Verzögerung der Ausführungsplanung von mindestens sechs Wochen wären grundsätzlich neue politische Beschlüsse zu fassen, woraufhin der Vertrag der Ausführungsplanung erweitert werden müsste. Die Verlegekosten würden um das drei- bis vierfache bei einer Granitverlegung steigen. Und wenn man an eine Kosteneinsparung durch vorhandenes Granitpflaster in der Wendeschleife denkt, möge man bedenken, dass diese zum Teil mit Bitumen im Bereich des Gleiskörpers ausgegossen sind. Zudem wird niemand die Gewährleistung bei der Nutzung des vorhandenen Pflasters übernehmen. Außerdem erhoffen wir doch mittelfristig eine Ausweitung der Pflasterfläche von 2.600 Quadratmeter (Markt) auf rund 10.000 Quadratmeter, hineinragend in den Shared-Space-Planungsbereich. Hierzu wäre eine Verfügbarkeitsgarantie erforderlich. Diese liegt, was das Betonpflaster betrifft, bereits für 50 Jahre vor.

Kurz und gut, am 15.01.2013 muss der Beirat Osterholz einen Beschluss pro Betonpflaster fassen! Hierbei wären die bereits vorliegenden Empfehlungen vom Großmarkt Bremen oder den Behindertenverbänden gewichtig. Das Schweizer Viertel braucht endlich einen Marktplatz, dessen Realisierung im Sommer dieses Jahres nun in greifbare Nähe rücken kann!

Kommen wir noch einmal auf Herrn Golasowsky zurück, dessen Erklärungen in diesem Fall wohl zu erheblichen Missverständnissen geführt haben dürften. Schieben wir ihm nun die Rolle des schwarzen Wolfgangs zu? Nein, denn es geht bei der Gestaltung der neuen Marktplatzfläche nicht nur um das Pflaster. Es geht auch um die Kreativität im Rahmen der Gestaltung. Hier fallen uns Brunnen, Backhaus, Bänke und andere Möblierungsmöglichkeiten ein, deren Umsetzung mindestens ein weiteres Jahr Spiel- und Entwicklungsraum zulässt. Und warum soll es nicht möglich sein, dass hierbei vorwiegend Natursteinpflaster bei der Einfassung zum Einsatz kommt? Dabei ist den Belangen der Behindertenverbände durch Mischung von Beton- und Naturstein natürlich besonders Rechnung zu tragen. Allerdings, so unser Einwand, wäre hierfür wieder ein politischer Beschluss erforderlich und sicher auch ein Nachtrag zum erteilten Ausführungsauftrag. Aber das dürfte aus unserer Sicht doch keine große Hürde sein, oder? Ihre Interessengemeinschaft Schweizer Viertel.

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