Haltestelle – Markt – Busse und Bahnen – Mitsprache bei der Verkehrsentwicklung – Ärztehäuser und Stadtteilzentren

Alle hoffen auf ein Ende der Straßenbahnbaustelle – die Menschen im Stadtteil, die Kunden und Händler, die Marktbezieher und jene, die gerne mit der Straßenbahnlinie 1 bis zum Weserpark und noch ein Stückchen weiter fahren wollen. Und damit auch das Einkaufen im Quartier weiterhin Freude bereitet, haben wir die Bauleitung gebeten, rasende, drängelnde und hupende Führer von Radladern zu bremsen, sobald sie sich den Bürgerinnen und Bürgern im Stadtteilzentrum nähern.

Ab 26.03.2012 ist die Straßenbahnlinie 1 endlich auf neuem Kurs. Doch die Frage nach dem Umzugsdatum des Grünmarkts auf die Wendeschleife bleibt weiter offen. Aktuell gibt es, so war zu hören, wenigstens Bestrebungen, etwas Klarheit in die Sachlage zu bringen.

30 neue Busse für Bremen – erfahren wir aus der aktuellen Presse. Und wer gestern die öffentliche Beirätekonferenz im völlig überfüllten oberen Rathaussaal verfolgte (war man nicht auf öffentliches Interesse eingestellt oder waren Besucher trotz öffentlicher Veranstaltungsankündigung nicht willkommen?), hörte von Dr. Dirk Kühling, Abteilungsleiter Wirtschaft beim Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen unter anderem vom Bestreben, die Überseestadt besser in den ÖPNV-Verkehr miteinzubeziehen – zu Lasten der Osterholzer Bürgerinnen und Bürger? Dort jedenfalls wirkt sich mit Einführung des neuen Fahrplans die jüngste Anschaffung der BSAG nicht aus.

Immerhin versuchte Gunnar Polzin, Verkehrsplaner beim Senator für Umwelt, Bau und Verkehr, auf der gleichen Veranstaltung den Grundstein für die Einbeziehung von fünf regionalen Bürgerforen zur zukünftigen Verkehrsentwicklung zu legen. Marcus Schuster schreibt dazu im Weser Kurier „einige der anwesenden Beiratssprecher waren denn auch besorgt, in die jeweiligen Verfahren nicht ausreichend eingebunden zu werden. Moment – die Koalitionsvereinbarung wünscht zur Einbeziehung der Beiräte auch die Einbindung der Bürger. Ob es allerdings schlau ist, das Osterholzer Bürgerforum mit den Vertretern der Stadtteile Hemelingen, Vahr und Oberneuland zu bündeln, bleibt fraglich. Wir sind gespannt, welche Entscheidung der Beirat zu dieser Frage treffen wird.

Die neue Geschäftsführerin in der Doppelspitze der Gesundheit Nord (Geno) kommt aus dem Klinikverbund: Jutta Dernedde leitete bereits seit 2008 das Klinikum Bremen- Ost als kaufmännische Geschäftsführerin – schreibt Sabine Doll im Weser Kurier vom 07.03.2012. Die Entscheidung stärkt auf den ersten Blick sicher auch den Krankenhaus-Standort im Bremer Osten. Manch einer hofft zudem auf eine zügige Umsetzung der Ärztehaus-Planung am Klinikum Bremen-Ost. Doch damit sind die Würfel für die Bebauung auf der Wendeschleife noch nicht gefallen. Schließlich besteht auch im Quartier ein großer Bedarf an ärztlicher Versorgung. Für uns wäre auch eine Doppel-Lösung, ein Fachzentrum auf der Wendeschleife, eine zukunftsweisende Vision.

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Ups – ist da vielleicht ein kleines Stück von der Ärztehaus-Vision ins Bild gerutscht? (Graphik arvico)

Positive Zeichen haben wir am gleichen Tag dem Treffen der bremischen Werbe- und Interessengemeinschaften abgewonnen. Unter anderem referierte Karsten Nowak, Geschäftsführer Einzelhandel, Tourismus und Recht, über den aktuell erstellten Einzelhandelsreport „Stadtteilzentren.“ Die Einzelhandelsflächen um die Wendeschleife herum bilden zum Beispiel das Stadtteilzentrum Osterholz. Und eben diese Zentren müssen auch nach den Worten von Karsten Nowak gefördert und gestärkt werden. Wie war das noch? Steigerung der Attraktivität durch neuen Marktplatz, Grünmarkt und Veranstaltungsräume, Share Space zur Verbesserung der Einkaufsqualität sowie die Ausweitung des Handelsangebots und die Aufarbeitung der Fassaden. An Ideen und Wünschen mangelt es der Interessengemeinschaft Schweizer Viertel nicht!

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