Shared Space – wir bleiben dran!

Nun also sind Stadt-, Freiraum- und Verkehrsplaner an der Reihe, um im Auftrag der Stadt Bremen Vorschläge für die Gestaltung der Wendeschleife und deren Umgebung zu unterbreiten. Das Quartiersforum Schweizer Viertel hat auf seiner jüngsten Sitzung 15.000,00 € aus dem Förderprogramm Soziale Stadt für den Wettbewerb zur Planung und Gestaltung der Noch-Wendeschleife der Straßenbahnlinie 1 an der Züricher Straße zur Verfügung gestellt (wurde das Geld nicht für andere Zwecke eingeplant?). Wirtschafts- und Bauressort sollen, so Quartiersmanager Aykut Tasan im WK-Ost vom 06.02.2012, weitere 10.00,00 € Planungskosten übernehmen. Den Rest in Höhe von 5.000,00 € trägt nach seinen Worten der Beirat Osterholz – Bravo!

Zweifelsohne sollen auch die Ergebnisse der aktuellen Fragebogenaktion in den Gestaltungs-Wettbewerb einfließen. Rund 8.000 Fragebögen werden in den nächsten Tagen von den Mitgliedern des Nachbarschaftsvereins Bultenweg im Stadtteil verteilt. Wir hoffen natürlich auf eine hohe Teilnehmerzahl. Der Umfrage-Bogen beinhaltet zehn Vorschläge der IG, die angekreuzt werden können. Darunter beispielsweise ein großer Wochenmarkt, ein Abend-Wochenmarkt für Berufstätige, eine Überdachung des Platzes und kulturelle Veranstaltungen. Ebenfalls auf der Vorschlagsliste stehen die Verlegungen des Polizeireviers Osterholz und des Ortsamtes.

Da werden Erinnerungen an den Studentenwettbewerb wach, dessen Kosten sich Beirat und ein privater Investor geteilt haben. Auf die Jury hatte das übrigens keinen Einfluss. Politik, Verwaltung, Quartiersmanager, alle wurden einbezogen. Auch damals machten sich die Studenten auf den Weg, um sich ein Meinungsbild von den Bürgerinnen und Bürgern im Quartier zu bilden.

Und wenn wir schon bei einer Rückschau sind, sollte nicht unerwähnt bleiben, dass wir derzeit auch die von den Teilnehmern der IG-Workshops beschlossene Gestaltung der Straßenpflasterung in die Graphiken einpflegen (siehe auch Shared Space auf den Weg bringen …). Zur besseren Orientierung dienen zusätzlich Markierungen aus dem Lageplan. Alles will eben langsam wachsen.

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Shared-Space-Studie für das Schweizer Viertel (Graphik arvico)

Shared Space wird von Hauswand zu Hauswand geplant. Die Zustimmung der Eigentümer wäre natürlich Voraussetzung. Insofern mag sich das Auge noch an einer Kante des sonst barrierefreien Raums stören, doch wir versichern Ihnen, wir bleiben dran!

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