Advents-Workshop am 15.12.2011 – die Shared-Space-Beschlüsse der Bürger-Workshops St.-Gotthard- und Walliser Straße wurden vorgestellt

Mit großem Interesse wurden nach einleitenden Worten von Herrn Kaal und einem Rückblick auf den ersten Workshop, erläutert vom Moderator, Herrn Prof. K. Wachten, die Ergebnisse der Bürger-Workshops 2011 im Haus am Park vorgestellt. Dabei wurde sowohl über die Gestaltung der Flächen im Schweizer Viertel als auch über die Anbindung des zukünftigen Marktplatzes über die marode Walliser Straße referiert. Die Infrastruktur im Bereich Bultenweg und die täglichen Gefahren vor der Gesamtschule Ost unterstreichen den dringenden Handlungsbedarf.

Auch die Planung auf der Zone St.-Gotthard-Straße bis zum Gleiskörper der Walliser Straße wurde ausgiebig behandelt. Gewünscht wird eine barrierefreie Gestaltung von Hauswand zu Hauswand. Zentraler Aspekt ist eine Verkehrsfläche, auf der sich alle Teilnehmer vom Auto- und Bus-Fahrer bis hin zum Fußgänger in gegenseitiger Rücksicht entschleunigt und entspannt bewegen können. Eine optimale Anbindung an den zukünftigen Marktplatz sowie eine größere empfundene Sicherheit soll zu einer Attraktivitätssteigerung beitragen. Die Berücksichtigung eines Blindenleitsystems, alternativ oder ergänzend ein akustisches Leitsystem, sollen Bürgerinnen und Bürgern mit entsprechender Behinderung helfen, sich sicher auf der Shared-Space-Zone zu bewegen.

 

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Der Anschließende Vortrag von Dr. Haller aus Hannover unterstrich die Gestaltungswünsche der Osterholzer Bürgerinnen und Bürger. Mit überzeugenden Filmaufnahmen begründete er, warum Shared Space und parkende Autos nicht zusammenpassen. Hierfür stehen seiner Ansicht nach ausreichende Parkplatz-Kapazitäten im Randbereich zur Verfügung. Durch die Beibehaltung des Baumbestands auf der Verkehrsfläche bei einheitlicher Pflasterung soll der Autofahrer zu vorsichtiger Fahrweise und Rücksicht bewegt werden. Möglich ist aber auch eine Geschwindigkeitsreduzierung bis hin zu Tempo 20 km/h. Herr Dr. Haller berichtete zudem über Shared-Space-Beispiele in Bohmte und ähnlichen Situationen in Haren (NL), Biel (CH), Ulm und Duisburg.

Im Anschluss erfolgte wie schon beim ersten Workshop die Diskussion und Aufarbeitung der Informationen in 3 Gruppen. Nach zum Teil kontroverser Diskussion wurden schließlich die Ergebnisse vor allen Teilnehmern vorgetragen. Hier das Fazit:

Shared Space wird überwiegend befürwortet!

Erwartet wird ein

· Plus an Sicherheit

· Plus an Attraktivität

· Plus an Mobilität.

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(Graphik arvico)

Weiter geht es am 23. Januar 2012, 16:00 Uhr bis 20:00 Uhr im Haus am Park. Dann sollen die Ergebnisse der Workshops aufgearbeitet werden.

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