Bürgergespräche mitten im Quartier mit Horst Massmann – Ein Platz für Osterholz, Workshop und Rauch im Quartier

Vor der letzten Runde der Bürgergespräche in diesem Jahr half unser Ehrengast Horst Massmann, die von der Interessengemeinschaft organisierten und vom Quartiermanager Aykut Tasan sowie den Kaufleuten finanzierten Weihnachtsbäume zu schmücken. Die Schleifen spendierte die Nachbarschaft Bultenweg unter der Leitung von Erika Habekost. Ihnen gilt an dieser Stelle unser ganz besonderer Dank!

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Das Fest kann kommen – für vorweihnachtliche Stimmung im Quartier ist gesorgt!

Im Anschluss stellte sich Horst Massmann, Sprecher der SPD-Fraktion Bremen-Osterholz, den versammelten Bürgerinnen und Bürgern vor. Seit 40 Jahren lebt er in Osterholz, seit 15 Jahren ist er Kämpfer im Interesse des Stadtteils. Horst Massmann sind nicht nur sinnvolle beiratspolitische Entscheidungen wichtig. Ihm ist auch an einer überparteilichen Übereinstimmung gelegen. „Erst dann“, so Horst Massmann, „werden wir in Osterholz ernst genommen!“

Mit Interesse nimmt Horst Massmann die große Aufmerksamkeit und Mitwirkung in der Osterholzer Bevölkerung wahr, deren Ziele sich mit seinen mühelos vereinen. Bei der Planung des Stadtteils wurde die Schaffung eines Zentrums vergessen. Der Rückbau der Wendeschleife bietet die Gelegenheit, dies nun nachzuholen. In Zeiten knapper Finanzen hofft Horst Massmann dennoch auf die Realisierung eines attraktiven Zentrums mit öffentlichen Bremer, Berliner und privaten Mitteln.

Einigkeit bestand in der Auffassung, welche Aspekte der Platz für Osterholz zukünftig vereinen sollte. Der Platz muss einen qualitativ hochwertigen Grünmarkt beheimaten. Darüber hinaus wäre es wichtig, Räume für öffentliche Veranstaltungen zu schaffen, ein multifunktioneller Raum vielleicht? Den Beirat auf die Wendeschleife umzusiedeln wäre ein Zeichen, sich dort hinzubegeben, wo die Bürgerinnen und Bürger zuhause sind. Ein gläserner Beiratsaal, größer als die jetzigen 80 Quadratmeter wäre ein Schritt hin zu einer Stadtteilpolitik, bei der die Bevölkerung vor Ort wahrnimmt, dass sie willkommen ist. Soziale Begegnungsstätten sollten geschaffen und qualitative Verbesserungen des Handels erwirkt werden, so die Liste der Weihnachtswünsche.

In dem Zusammenhang wurde mitgeteilt, dass die Interessengemeinschaft, die sich ebenso wie die SPD den schnellen Umzug des Marktes auf die Fahne geschrieben hat, bereits einen ersten Entwurf für die Platzierung möglicher Marktstände erstellt und diesen an den Betreiber, dem Großmarkt Bremen, gesandt hat. Mit Verwunderung mussten die Bürgerinnen und Bürger wahrnehmen, dass dieses Bürgerinteresse nicht erwünscht ist. Man möge auf keinen Fall Entwürfe dieser Art an Dritte weiterreichen, so die zentrale Aussage des Schreibens. Wir werden den Entwurf selbstverständlich an den Beirat mit der Bitte um Kenntnisnahme des Vorgangs weiterleiten. Die Interessengemeinschaft sieht ihren Entwurf als eine Wunschliste, eine Empfehlung an den Großmarkt Bremen. Sie wurde zudem ergänzt durch zahlreiche Beispiele für eine Marktnutzung an marktfreien Tagen. Laut Koalitionsvereinbarung ist eine Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger erwünscht, soweit es sich um öffentliche Flächen handelt. Und eben genau das ist doch der Hintergrund des Entwurfs!

Herr Conrad sprach sich für ein Baum-Kataster aus. Die Bäume auf der Wendeschleife müssten für einen angenehmen Markt-Charakter unbedingt erhalten bleiben. Es wurde unterstrichen, dass dies auch geplant ist.

Frau Habekost machte zu Recht darauf aufmerksam, dass man nicht daran interessiert sei, sich etwas von der Verwaltung überstülpen zu lassen. Ebenso liegt ihr die Erreichbarkeit des Zentrums am Herzen. Unterstützung bekam sie von Frau Conrad: „Wir wünschen uns doch einen Ort, an dem man sich auch im Alter ausreichend versorgt fühlt!“ Dazu ist es zwingend notwendig, die Walliser Straße als eine Lebensader des Zentrums so herzurichten, dass man sie zukünftig auch gefahrlos betreten kann! Mit den Jahren hat sich die Infrastruktur am Bultenweg, so Frau Habekost, zurückentwickelt. Nicht einmal eine Apotheke befindet sich vor Ort. Sie unterstrich in dem Zusammenhang, wie wichtig ein Platz für Osterholz, ein kundenfreundliches Umfeld mit Shared Space und eine sanierte Walliser Straße ist!

Horst Massmann sieht denn auch die aktuelle von der Stadt Bremen veranstaltete Workshop-Reihe als ein Zeichen der Wahrnehmung und Anerkennung der Bürgerinnen und Bürger, die sich so zahlreich an den Workshops der Interessengemeinschaft Schweizer Viertel in der Gesamtschule Ost und im Einkaufszentrum Walliser Straße beteiligt hatten. Sein Aufruf richtete sich an alle Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils. Mögen doch möglichst viele Workshop-Teilnehmer aus den Reihen der Osterholzer am 15. Dezember 2011 in das Haus am Park zum 2. Workshop kommen. Zu Recht wurde von Frau Habekost darauf hingewiesen, dass die Wahl des Workshop-Veranstaltungsortes, das Haus im Park, wegen der eingeschränkten Mobilität vieler Bürgerinnen und Bürger nicht optimal besucht wird. Das Haus ist großartig, doch die fehlende Anbindung der BSAG-Linien lässt viele Interessierte bei der unsicheren Wetterlage lieber zuhause bleiben. Herr Massmann bot spontan seine persönliche Unterstützung an.

Es lag nicht an den interessanten Themen, dass einigen Teilnehmern der Kopf rauchte. Die Mitteilung, dass vonseiten der Interessengemeinschaft und vom Beirat so für eine verkehrstechnische Sensibilisierung an der Ein- und Ausfahrt zum Walliser Einkaufszentrum gekämpft wurde und die Tatsache, dass eine Geschwindigkeits-Messanlage weit ab davon, also zu Beginn der St.-Gotthard-Straße, montiert wurde, verwunderte doch sehr. Herr Massmann unterstrich, dass man für eine Tafel gekämpft hat. Doch sei es Sache der Polizei, diese geeignet zu positionieren. Auf die Zufahrt bezogen sah er die Sicht behindernde Hecke als größeres Problem.

Und weil wir gerade beim Rauch sind, es wurde auch die Frage an Herrn Massmann gerichtet, was, wann und unter welchen Umständen in den Kaminen und Öfen des Stadtteils verfeuert werden darf. So mancher Rauch wurde von den Anwohnern auch schon mal als belästigend in der kalten Jahreszeit wahrgenommen. Horst Massmann wird auch diese Frage selbstverständlich an den zuständigen Fachausschuss weiterleiten.

Die Runde der Bürgergespräche legt nun eine Winterpause ein. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für die Unterstützung sowie den zahlreichen Ideen!

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