Begehung im Schweizer Viertel – das kommunale Zentren- und Nahversorgungskonzept für Bremen wird überarbeitet!

Und plötzlich wird das kommunale Zentren- und Nahversorgungskonzept für die Stadt Bremen überarbeitet – so zumindest kam es zahlreichen Kaufleuten vor, die beim Treffen der bremischen Werbe- und Interessengemeinschaften am 1. November 2017 auf Einladung der Handelskammer Bremen durch den Referenten des Senators für Umwelt, Bau und Verkehr, Herrn Dierk Stolle, über den aktuellen Stand informiert wurden.

Aus gut unterrichteten Kreisen war zu erfahren, dass bereits seit September 2017 intern bekannt ist, dass in der 47 Kalenderwoche auch eine Begehung des Schweizer Viertels geplant ist. Eine offizielle Einladung zu diesem Termin liegt der Interessengemeinschaft Schweizer Viertel bis heute nicht vor, die Einladung wurde auch am 01.11.2017 Nicht ausgesprochen!

Warum soll das kommunale Zentren- und Nahversorgungskonzept überarbeitet werden?

Damit es fortgeschrieben werden kann, so Jan Dierk Stolle vom Senator für Umwelt, Bau und Verkehr.

2006 wurde das Dortmunder Gemeinschaftsbüro Junker und Kruse mit der Beurteilung der Verkaufsflächen beauftragt. Nun, 2016, fließt das Honorar an das Planungsbüro Stadt + Handel, ebenfalls aus Dortmund.

Das Leitbild soll erhalten bleiben, was übersetzt bedeutet, dass man weiterhin vorab prüfen möchte, was darf wo in welcher Größenordnung geplant werden und was nicht.

Der Einzelhandel soll sich ergänzen, was das Sortiment betrifft. Die Abgrenzung der Zentren soll auch weiterhin definiert werden. Schließlich soll, so Herr Stolle, das Nahversorgungskonzept die Zentren stärken und sichern.

Zunächst einmal erfolgt eine Verkaufsflächenermittlung mithilfe der bestehenden Datengrundlage. Weitere Prüfungen beziehen sich auf die

  • veränderte Rechtsprechung
  • veränderte Rahmenbedingungen
  • Aktualität

Einige Zahlen im Vergleich:

  • Verkaufsfläche in Osterholz 2006: 117.260 qm, 2016: 162.993 qm (+ 45.733 qm = +39 %)
  • Verkaufsfläche Weserpark 2006: 94.145 qm, 2016: 138.874 qm (+ 44.729 qm = + 47,5%)
  • Verkaufsfläche im Schweizer Viertel 2006: 5.860 qm, 2016: 6.815 qm (+ 955 qm = + 16%)

Die Anzahl der Betriebe hat sich zumindest auf einer vorgestellten Übersicht nicht verändert (20).

Um diese Informationen abzugleichen, werden die Mitarbeiter des Planungsbüros Stadt + Handel noch um Unterstützung bitten, denn es soll ein Erhebungsbogen über das Kundenverhalten ausgefüllt werden. die Planer interessieren sich für das Einzugsgebiet der Händler. Sind die Kunden aus Bremen oder aus dem Bremer Umland? Im letzteren Fall wäre die Erfassung der Postleitzahl erwünscht. Viele kennen diese Frage der Kassiererinnen aus manchen Elektromärkten, eine Maßnahme zur Kontrolle der Wirksamkeit der Werbung. Wie der Bogen aussehen soll, ist uns nicht bekannt.

Was also soll bei der geplanten Stadtteilzentrenbesichtigung erfragt werden?

  • Anzahl der Einzelhandelsbetriebe
  • Verkaufsfläche gesamt
  • Zentren ergänzende Funktionen
  • Magnetbetriebe

Die Begehung des Schweizer Viertels ist übrigens für den 24.11.2017 ab 9.00 Uhr geplant. Bis dahin könnten die Angaben in Eigenregie sicher überprüft bzw. ermittelt werden, nur für den Fall, dass Einladungen noch eingehen sollten.

Der Tenor von Herrn Stolle lautete, man wolle die Einzelhändler bei dem Prozess der Fortschreibung des kommunalen Zentren- und Nahversorgungskonzepts einbeziehen. Zu Recht stellten einige Einzelhändler fest, dass der geplante Zeitpunkt in der Vor- Vorweihnachtszeit doch sehr unglücklich gelegt ist. Von einer Mitnahme der Einzelhändler kann da wohl nicht gesprochen werden. Karsten Nowak, Vertreter der Handelskammer, nahm das Votum ernst. Im Einzelfall müssen die Angaben eben später ergänzt werden.

Wir, die Interessengemeinschaft Schweizer Viertel, sind gespannt, ob man am Ende Wort hält, was die Ziele betrifft. Schließlich sollen die Stadtteilzentren abgegrenzt, gesichert und gestärkt werden!

Es informiert Sie Ihre IG Schweizer Viertel.

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