Worte zum Oktober – fassen wir kurz zusammen: Die erste Verpflichtung gilt immer noch unseren Kindern!

Nie zuvor haben sich weltweit mehr Flüchtlinge auf den Weg gemacht, auf der Suche nach einer sicheren Bleibe. Hier die kranke Logik eines Assad-Regimes, dort eine die Welt bedrohende Terrormiliz eines ausgerufenen islamischen Staats, hier von Amerikanern unterstützte Rebellen, dort russische Kampfjets, die wiederum diese Rebellen bombardieren. Dazwischen kurdische und schiitische Hisbollah-Miliz, dazu noch eine extremistische Al-Nusra—Front. Die Welt steht nicht nur im nahen Osten Kopf.

Griechenland war gestern. mit der Aufnahme der zahlreichen Flüchtlinge wurde die Messlatte der Herausforderungen um ein Vielfaches höher gelegt. Der Winter steht vor der Tür, doch schon mit der Schaffung von sturm- und kältesicheren Unterkünften werden Grenzen überschritten. Ungenutzte Immobilien, größer als 300 Quadratmeter, sollen in Bremen künftig zusätzlich neben Zelten zur Unterbringung von Flüchtlingen beansprucht werden können. Auf eine entsprechende Änderung des Polizeigesetzes haben sich die Mitglieder des Senats der Freien Hansestadt Bremen am 6. Oktober verständigt, ein  Fingerzeig auf jene Projektentwickler, Bauherren und  Eigentümer, die längst selbst ihr Image durch beispielhaftes Vorgehen hätten unter Beweis stellen können. Die Not drängt. Eigentum verpflichtet schließlich und  der Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen!

Doch halt, Anja Stahmann, Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport, bremst dann doch noch schnell ab: Zwangsmaßnahmen erfolgen nur im Notfall, also dann, wenn Notunterkünfte wie Zelte und Turnhallen restlos überfüllt sind.

Turnhallen? Der Sportunterricht soll im Allgemeinen leiden? Die Nichterfüllung der Auflagen für das Abitur steht im Raum, wenn der Sportunterricht in der gymnasialen Oberstufe nicht stattfinden kann! Unsere Kinder sollen den moralisch verpflichtenden Preis für eine durch verfassungsrechtliche und auf internationale Abkommen beruhende Verpflichtung zahlen, ehe die geplante Novelle zur Nutzung leer stehender Immobilien greifen mag? Das geht zu weit!

Kinder sind unsere Zukunft. Wir können nicht einerseits ernsthaft erwarten, dass heranwachsende Generationen, von der wir die Lösungen unserer Zukunftsprobleme erhoffen, infolge verfehlter politischer Weichenstellungen zu den Hauptleidenden erklärt werden! Die erste Verpflichtung gilt immer noch unseren Kindern!

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